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Start
für „SüdostBayernBahn" |
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| Mühldorf
(sb) - Den Lini- enstern Mühldorf gibt es nicht mehr. Gestern ging in Mühldorf die Mittelstands- offensive „SüdostBayern- Bahn" an den Start. Damit will die Bahn den Fortbe- stand der Nebenstrecken sichern und mehr Kunden- nähe erreichen. Der Sitz der Gesellschaft ist in Mühldorf. In Zukunft sol- len mehr Kunden die Bahn benützen. |
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Streckennetz der „SüdostBayernBahn" (sie- he nebenstehenden Kasten) - auch als Linienstern Mühldorf bekannt - um- fasst 472 Kilometer. Dazu gehören die Schienen- strecken von Mühldorf Richtung München bis Markt Schwaben, Lands- hut, Passau, Simbach, Alt- ötting, Burghausen, Frei- lassing, Traunstein und Ro- senheim. In den nächsten Jahren, so Klaus-Dieter Josel, bayerischer DB Re- gio-Chef, sind in diesem Bereich Investitionen in die Infrastruktur in Höhe von 445 Millionen Mark ge- plant. Davon entfallen al- leine 219 Millionen Mark in den Oberbau und 69 Millionen Mark in die Auf- lassung und technische Si- cherung von Bahnübergän- gen. Unter dem Dach der Deutschen Bahn wird diese Firma künftig wie ein mit- telständisches Unterneh- men geführt, das als Profit- Center schnell und flexibel auf die Anforderungen der Region reagieren kann. „In enger Zusammenarbeit mit dem Land, den Landkrei- sen und den örtlichen Kommunen schaffen wir so die Grundlage, um den Fortbestand von Neben- strecken auch in Zukunft sichern zu können", erläu- terte Klaus-Dieter Josel. |
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| Das
Streckennetz der „SüdostBayernBahn" auf einen Blick. Fotos: sb |
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| Mit
dieser Neustruktu- rierung, so Stefan Kühn, Chef der „SüdostBayern- Bahn", wird ein großer Schritt in Richtung dezen- traler, flexibler und eigen- verantwortlicher Entschei- dungskompetenz und zu mehr Kundennähe unter- nommen. Der neue mittelständi- sche Betrieb mit Sitz in Mühldorf ist einer der größten Arbeitgeber in der Region. 570 Mitarbeiter sorgen für den reibungslo- sen Bahnbetrieb. Die bis- her 22600 Reisenden pro Tag, so Kühn, stehen dabei im Vordergrund. „Dazu, ge- hört, dass die 253 Züge pro Tag pünktlich und sauber den Kunden zur Verfügung gestellt werden", führte Kühn in Mühldorf aus. Werkstattpersonal, Fahr- dienstleiter, Servicemitar- beiter und die Kundenbe- treuer sollen die Kunden- |
zufriedenheit
sicherstellen. „Meine Mitarbeiter und ich können viel dazu bei- tragen, dass mehr Verkehr über die Schiene kommt. Die Mittelstandsoffensive gibt uns dafür bisher nicht gekannte Möglichkeiten", führte Kühn aus. In Mühldorf ist das dritte eigenständige, regionale Netz der Bahn AG in Bay- ern entstanden. Die Pla- nung integrierter Nahver- kehrsangebote sowie die Durchführung dieser Ver- kehre aus einer Hand gehö- ren zu den Aufgaben, die in Mühldorf vor Ort erledigt werden müssen. Die Bahn, so Kühn, will eine Verbesserung der Rot- tal-Bahn erreichen. Die vielen Übergänge sollen beseitigt werden. Dadurch soll die Fahrtzeit erheblich verkürzt werden. Die Spre- cher der Bahn betonten aber, dass alle Maßnahmen |
unter
den hohen Sicher- heitsstandards der Bahn durchgeführt werden. Stefan Kühn ist zuver- sichtlich, dass in den kom- menden Jahren die Fahr- gastzahlen nach oben ge- hen werden. Er strebt im kommenden Jahr eine Stei- gerung um vier Prozent an. Für den zweigleisigen Ausbau der Bahnstrecke München - Mühldorf ist die neue Gesellschaft aber nicht zuständig. „Wir wer- den uns aber intensiv mit der Bahn-Netz unterhal- ten", erklärten Kühn und Josel. Die Hoffnung für die Bahnstrecke Neumarkt - Marklkofen - Frontenhau- sen will Stefan Kühn noch nicht aufgeben. „Wenn das Interesse der Kunden da ist, werden wir sicherlich genau überlegen, ob wir diese Strecke nicht halten können", erklärte Kühn. |
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