Konfiguration der Weichen im HBF

Doppel-EKW


Die zentrale Weiche im Hauptbahnhof besteht aus einer modifizierten Tillig EKW, kombiniert mit einer Roco W15 und einer Roco K30, wobei die Weichen teils recht stark gekürzt wurden, um ein kompaktes Weichenvorfeld zu erzielen.

Ein besondere Herausforderung ist die Steuerung einer solche Weiche, insbesondere sind hier viele Schienenteilstücke je nach Fahrweg zu polarisieren. Konkret handelt es sich um 3 Zungen, 4 Herzstücke und 4 separate Schienenabschnitte.
Diese Abschnitte haben wir in einer Graphik zusammengetragen und jeweils für jeden Fahrweg notiert, welche Polarität der jweilige Abschnitt haben muß.

Zur Steuerung war also eine Schaltung erforderlich, welche Servos und Relais zur Polarisierung kombinieren kann, wobei eben nicht nur ein Herzstück zu schalten ist, sondern abhängig vom kompletten Fahrweg mehrere Servos und Relaisausgänge betroffen sind. Es muß also eine flexible Zuordnung von Servos und Relais zur Stellung der EKW geben. Die Lösung für dieses Problem war das BiDiB-Modul OneST.

Alle Herzstücke und Einzelsegmente wurden nach unten geführt und auf einem Verteiler verdrahtet. Vom Verteiler gehen dann dreipolige (für Umschalter) bzw. zweipolige Leitungen (für normale Schalter) zur OneST. Die Anschlußpolarität ist erst mal egal, das wird dann während der Programmierung festgelegt. Alle Anschlüsse kann man mit Namen belegen und sich so später einfach durch die Konfiguration hangeln.
Ebenso verfährt man mit den Servos: Grob ausrichten, Endanschläge per Maus und Bildschirmschieber einstellen und dann dem Servo einen Namen geben.
Nun geht es ans Erzeugen der Makros für die Fahrstraßen. Jeweils der erste Eintrag ist das Stoppen 'konkurrierender' Makros um ev. Auswirkungen kurz zuvor ergangener Steuerbefehle zu unterbinden. Dann werden die für diese Fahrstraße erforderlichen Antriebe geschaltet, zum Abschluß dann die korrekte Polarisierung der Strecke sichergestellt.
bhf-ekw.node

Weichen auf Drehscheibenmodul

Hier handelt es sich einmal um eine normale Weiche, zum anderer um zwei direkt kaskadierte Tilligweichen. Bei Tilligweichen gibt es ja auf dem abgehenden Gleisen keine Trennung bei Herzstück. Bei Tillig ordnet man am Ende der Weiche (genauer am Grenzzeichen) einen Isolierverbinder an. Den hatten wir vergessen, also mußten wir die Herzstücke kaskadieren, d.h. das Herzstück der ersten Weiche geht als 'Backenschiene' bis zu Ende der zweiten Weiche. Deren Herz wird dann zwischen diesem Potential und der durchlaufenden anderen Backe geschaltet.

Nachfolgend ein paar Screenshots von der Einstellung dieser Weichen im Wizard:

Benennung der Ausgänge für die Herzstückpolarisation


Benennung der Servos
OneST_drehscheibe.node